Raumeinbau: Polder Rheinschanzinsel | Schöpfwerk Philippsburg

Das Integrierte Rheinprogramm sieht vor, an 13 Standorten auf der baden-württembergischen Rheinseite Hochwasser-Rückhalteflächen auf ehemaligen Auenflächen zu schaffen und eine möglichst weitgehende Erhaltung und Renaturierung der Auen am Oberrhein zu erreichen. Die Betriebssicherheit der elektrischen Energieversorgung für den Polder Rheinschanzinsel ist durch die Errichtung von zwei Netzersatzanlagen (NEA) für den 690V-Bereich sowie einer zusätzlichen NEA für den 400V-Bereich zu gewährleisten.

Nachfolgend angeführte Aufgaben sind in dieser Baumaßnahme umgesetzt:

  • Errichtung einer 2-moduligen stationären NEA zur Versorgung der erforderlichen 690V-Verbraucher im Netzersatzfall und Einbindung in die bestehende NS-Schaltanlage (NSHV 690V)
  • Errichtung einer vollautomatischen stationären NEA zur Versorgung der erforderlichen 400V-Verbraucher im Netzersatzfall und Einbindung in bestehende NS-Schaltanlage (NSHV 400V)
  • Ausführung der erforderlichen Kabel- und Leitungsinstallation
  • Erstellung der Blitzschutz- und Erdungsanlage sowie des Potentialausgleichs
  • Errichtung von vorbeugendem Brandschutz und wasserdichten Kabeldurchführungen
  • Demontage der Bestands-NEA einschließlich technischer Ausrüstung

Projektbeschreibung

Die Aufstellung der Netzersatz-Aggregate erfolgt auf dem Betriebsgelände des Schöpfwerks Philippsburg. Die Aufstellung der Netzersatzanlagen erfolgt im bestehenden Generatorengebäude mit zusätzlichem Anbau. Der Gebäudeteil des bestehenden Generatorengebäudes, in dem die Transformatoren und die Mittelspannungs-Schaltanlage aufgestellt waren, wird abgerissen. In diesem Bereich wird ein Anbau errichtet, in dem die zwei neuen 690V-Netzersatzaggregate aufgestellt werden. Im verbleibenden Teil des Generatorengebäudes wird die bestehende NEA einschließlich der zugehörigen technischen Ausrüstung vollständig demontiert und die neue 400V-NEA errichtet.

Die bestehenden Schaltanlagen werden nach deren Außerbetriebnahme demontiert. Es wird ein neuer, separater NS-Schaltraum mit Installations-Doppelboden aufgebaut. Die im Bestand verbleibenden Schaltanlagen werden in den neuen NS-Schaltraum versetzt. Die Allgemeininstallation des Generatorengebäudes wird erneuert. Der 30.000 Liter fassende Vorratstank der bestehenden Tankanlage wird weiter verwendet. Die messtechnischen Einrichtungen sowie die Kraftstoff-Förderpumpen werden erneuert. Der Gebäudeanbau wird mit Installationen für Beleuchtung und Steckdosen sowie einem äußerem Blitzschutz ausgestattet.

Baujahr

2015

Leistungsklasse

2x Notstromaggregat 2.130kVA | 1.704kW
1x Notstromaggregat 500kVA | 400kW

Kundensegment

Öffentliche Hand | Hochwasserschutz

Geschäftsbereich

Projektierung als Generalunternehmer

Gewerke

Elektrotechnik
Netzersatzanlage
Heizung, Lüftung und Klimatechnik
Automatisierung und MSR
Schallschutz
Brandschutz
Blitzschutz